Musica Chiara ist eine Philosophie

musica chiara will den Inhalten seiner Programme den richtigen Platz zukommen lassen. Fern vom modernen Starkünstlertum feiert musica chiara mit Heiterkeit das Konzerterlebnis an sich.

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Der Interpret des klassischen Repertoires schlüpft wie ein guter Schauspieler in seine Rolle und lebt sie im Moment der Aufführung, alsob er und das Publikum während dieser Zeit vergessen sollten, dass er seinen eigenen Namen hat. Gerade im "sich selbst vergessen können" liegt der Reiz des interpretierenden Künstlers. Nicht „sich selbst" ausdrücken - wenn gleich auch immer wieder Momente eigenen Erinnerns oder Erahnens stattfinden - sondern verborgene Linien einer Komposition aufblühen lassen; verständlich machen der Sinnzusammenhänge eines Musikstückes und sie somit dem Publikum unmittelbar erlebbar machen, ist das Ansinnen von musica chiara.

Gilt dies nicht auch für das Publikum, welches mitgenommen,"entführt" sein will , gefangen von einer in sich geschlossenenGeschichte?

So sucht musica chiara in seinen Konzerten ein sinnliches Erlebnisgrösster Klarheit, welches im Medium Musik unmittelbar aufgenommen,"verstanden" werden kann.


Das Ensemble

Das Ensemble musica chiara entstand im Sommer 1988 anlässlich des Internationalen Musikseminars in Weimar, als der Pianist Andrea Maggiora und der Hornist Martin Roos sich begegneten.

Heute verbinden sich unter dem Namen musica chiara Musikerinnen und Musiker mit den beiden, um sich auf die Suche nach den Sinnzusammenhängen in den Kompositionen zu machen und diese in grösstmöglicher Klarheit in seinen Auftritten erlebbar zu machen für das Publikum.

Jedes Konzert soll auch ein visuelles Ereignis sein; das Einatmen des Bläsers, die Hände auf dem Weg zu einem leisen Akkord im Klavier.

musica chiara sucht nicht in erster Linie das Festhalten seiner Musik auf Tonträgern in der Überzeugung, dass die Musik dort nie in der so wichtigen Intensität konserviert werden kann.

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